Reiseimpressionen
Dünen und Berge, Oasen und Kashbahs
Als der Regen vorbei ist und endlich die Sonne wieder die Oberhand gewinnt, fahren wir weiter Richtung Osten und wollen die Region der Oasen und Kashbahs besuchen.Am Rande eines Dorfes entdecken wir einen schönen Platz inmitten von Palmen und wollen dort übernachten. Doch beim Rangieren gräbt sich der Bus ein, der Sand machte einen trügerisch festen Eindruck, war aber unter der Oberfläche doch sehr weich. Also holen wir mal wieder die Sandbleche und Schaufeln hervor und mit vereinten Kräften hat der Bus nach kurzer Zeit wieder festen Boden unter den Rädern.
Die reizvolle Landschaft entschädigt und auch Frau Ursel ist begeistert vom Sand und gräbt sich gleich ein eigenes Domizil im Schatten der Palmen.
Regen in der Sahara
Aufgrund der derzeitigen Situation in Mauretanien halten wir uns hier gar nicht lange auf und fahren nach einem Tag Aufenthalt in Nouakchott zügig zur marokkanischen Grenze. Kurz vor der Grenze überqueren wir wieder die Bahnlinie des Eisenerzzuges und wie auf Bestellung kommt einer dieser imposanten Züge angerattert, besser hätten wir das auch nicht organisieren können. :-)Der Grenzübertritt erfordert viel Geduld, in jüngster Zeit wurde hier eine Röntgenanlage für Fahrzeuge installiert und jeder muss da durch.
Trotz der neuen Technik werden wir noch weitere zweimal manuell kontrolliert und immer wieder nach Waffen gefragt.
Nach etwa drei Stunden sind wir endlich durch und schlagen unser Camp bei einer Sanddüne auf.
Durch Senegal
In Senegal fahren wir zunächst nach Tambacounda, wo wir eigentlich einen Tag bleiben wollen, um ein paar Dinge zu erledigen.Auf der Suche nach dem Zollbüro in der Stadt geraten wir mit dem Polizeiposten am Ortseingang aneinander, weil wir am Ende der Stadt gewendet haben, um zurück zu fahren und weiter das besagte Zollbüro zu suchen.
Der Posten nimmt uns zunächst die Papiere ab und erklärt uns dann, dass Wenden hier verboten sei, obwohl nichts dergleichen darauf hinweist, die Mittellinie der Straße ist durchbrochen und es gibt auch kein Verkehrsschild.
Zurück in Mali
In Mali campieren wir gleich nach der Grenze an einem Wasserfall, wo wir eine herrliche Mondnacht erleben. Die Zebuhirten tränken hier auch ihre Herden, ein schönes Schauspiel.Weiter geht es nach Bamako, dort sind wir verabredet mit dem "Feuerroten Spielmobil", wir freuen uns sehr über das Wiedersehen und haben einander viel zu erzählen.
Darf ich traurig sein?
Unser Mitreisender Wolfram aus Dresden schreibt über seine Tour mit uns im Januar 2010 von Burkina über Ghana, Togo und Benin zurück nach Burkina:Vor vier Wochen habe ich meine Hände an den Tourbus gelegt mit den Worten: "Ich bin angekommen." - Darf ich jetzt vier Wochen später traurig sein?
Es liegt eine Menge an Erlebnissen dazwischen - Afrika empfängt mich mit heißer Luft und ist oft laut.
Die Mamas von Afrika kochen für uns auf dem Markt oder am Straßenrand - man darf nur keine Hemmungen haben.
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